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Zurich 2002 - after win over Daniela Hantuchova
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Patty Schnyder beat Daniela Hantuchova 7-6 6-3 7-6

Gratulation Patty Schnyder

Danke.

Du hattest eine super Woche in Charleston gehabt. Kannst du diese zwei Wochen ein bisschen vergleichen?

Es ist beides super schön. Auf dem Platz zu spielen, mit so einer tollen Unterstützung. Es war ein super Gefühl. Das Resultat in Charleston toppt natürlich. Aber diese Woche ist noch nicht vorbei. Mal schaun, was noch passiert.

Und vom Spiel her?

Ich habe in Charleston noch besser gespielt.

Wie beurteilst du das Niveau?

Das Niveau vom dritten Satz war sehr hoch. Sie hatte unglaubliche Vorhand-Winner. Sie hatte sich „reingebissen“. Ich glaube, es war ein super Match.

Wann konntest du gestern eingeschlafen?

Um halb drei.

Und wie bist du aufgestanden? Wie hast du dich gefühlt?

Gut. Ich habe mich sehr gut gefühlt. Am Mittwoch, nach dem Einzel und Doppel nacheinander, war ich viel müder. Und jetzt bin ich sehr sehr müde. Morgen werde ich sicher Mühe haben mit Aufstehen. Aber ich habe jetzt den Rhythmus, dass ich von halb drei bis elf Uhr schlafe. Es liegt mir eigentlich, am Abend zu spielen.

Der Match heute verlief ähnlich wie der gegen Bovina. Den ersten Satz verloren und im zweiten 1:3 hinten.

Heute hatte ich natürlich viel mehr Chancen im ersten Satz. So viele Breakbälle und dann habe ich im Tiebreak ja auch geführt. Es war sehr ärgerlich. Anfangs zweiter Satz merkte ich, dass ich negativ wurde. Ich sagte mir dann, dass ich einfach weiterspielen muss und nicht mit mir selber hadern darf. Bei einer Spielerin mit so viel Selbstvertrauen, kriegt man nicht viele Chancen. Es ist dann ärgerlich, wenn man die wenigen Chancen, die man bekommt, nicht nützt.

Wie beurteilst du das Spiel von morgen?

Das wird auch sehr schwierig. Ich finde, sie spielt super. Sie kam hierher, hatte nichts zu verlieren, und jetzt steht sie plötzlich im Halbfinale. Sie spielt auch total anders. Da muss ich mehr gegen den Ball gehen. Jetzt sind alle Bälle mit Tempo gekommen. Ich musste nur Drall geben und dagegen halten. Morgen muss ich wirklich das Spiel von Anfang an selber machen. Es wird sicher nicht einfach sein, mich darauf einzustellen. Jetzt muss ich den Sieg noch ein bisschen geniessen und mich dann mental bereits auf das total andere Spiel einstellen.

Ziehst du das Spiel von den jüngeren Spielerinnen vor?

Es ist beides sehr schwierig. Wenn ich mich wohl fühle, spiele ich gerne gegen Martinez. Man kommt in jedem Fall ins Spiel. Man muss einfach geduldig sein und mental auf der Höhe sein. Mich stört vor allem ihr Service mit ihrem Slice nach aussen auf meine Rückhand. Dann bin ich immer schon sehr weit aussen vom Platz.

Gestern war das Masters für dich kein Thema. Wie sieht es heute aus?

Immer noch nicht. Ich möchte morgen einfach spielen und gewinnen. Nach diesem Turnier schaue ich dann weiter. Wenn es noch drin liegt, würde mich das riesig freuen. Eigentlich habe ich es abgehakt, aber ich lasse mich gerne überraschen.

Wie fandest du die Unterstützung vom Publikum? Hattest du schon mal eine solche Unterstützung? Es war ja enorm laut.

Ja, es war wirklich enorm laut. Es ist grossartig, wenn die Leute so hinter mir stehen, es geniessen und mitfiebern. Als ich am Schluss die zwei unglaublichen Winner hatte, hörte ich mich nicht einmal mehr selber atmen. Es war wirklich unglaublich laut. Es war total schön. Auch im Ausland, in Charleston, hatte ich unglaubliche Unterstützung und erlebte ein schöne Woche. Das macht das Tennis aus. Das gibt enorme Energie, auch einmal eine Niederlage wegzustecken. Das ist das, was ich am Tennis liebe.

Hattest du das Gefühl, dass Hantuchova im zweiten Satz müde wurde?

Es gab eine kurze Zeit, wo sie nicht mehr so gut spielte und endlich mal einige Fehler machte. Da blieb ich am Ball. Ich hatte dann auch das Gefühl, dass sie einen längeren Match in den Beinen hatte als ich. Sie spielte aber bis am Schluss sehr gut. Im dritten Satz hatten wir die längsten Ballwechsel. Ich war diejenige, die mehr laufen musste. Vielleicht schlichen sich bei ihr zwei, drei Fehler wegen Müdigkeit ein. Das weiss ich aber nicht so genau.

Der längste Ballwechsel ging 27 Mal übers Netz.

Ah ja? Das ist sicher sehr lang für sie. Bei mir gibt es das öfters.


Singles
1R beat Denisa Chladkova 6-3 6-2
2R beat Elena Bovina 2-6 6-4 6-3
QF beat Daniela Hantuchova 6-7 6-3 7-6
SF beat Conchita Martinez 6-0 6-3
F beat Lindsay Davenport 6-7 7-6 6-3

Doubles with Svensson
1R lost Lee/Prakusya 4-6 6-4 4-6

Photos

Zurich 2002 gallery

Articles

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Interviews

15/10/2002 vs Chladkova

19/10/2002 vs Martinez


 
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