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Patty
Schnyder beat Daniela Hantuchova 7-6 6-3 7-6
Gratulation Patty Schnyder
Danke.
Du hattest eine super
Woche in Charleston gehabt. Kannst du diese zwei Wochen
ein bisschen vergleichen?
Es ist beides super schön.
Auf dem Platz zu spielen, mit so einer tollen
Unterstützung. Es war ein super Gefühl. Das Resultat in
Charleston toppt natürlich. Aber diese Woche ist noch
nicht vorbei. Mal schaun, was noch passiert.
Und vom Spiel her?
Ich habe in Charleston
noch besser gespielt.
Wie beurteilst du das
Niveau?
Das Niveau vom dritten
Satz war sehr hoch. Sie hatte unglaubliche Vorhand-Winner.
Sie hatte sich „reingebissen“. Ich glaube, es war ein
super Match.
Wann konntest du
gestern eingeschlafen?
Um halb
drei.
Und wie bist du
aufgestanden? Wie hast du dich gefühlt?
Gut. Ich habe mich sehr
gut gefühlt. Am Mittwoch, nach dem Einzel und Doppel
nacheinander, war ich viel müder. Und jetzt bin ich sehr
sehr müde. Morgen werde ich sicher Mühe haben mit
Aufstehen. Aber ich habe jetzt den Rhythmus, dass ich von
halb drei bis elf Uhr schlafe. Es liegt mir eigentlich, am
Abend zu spielen.
Der Match heute verlief
ähnlich wie der gegen Bovina. Den ersten Satz verloren und
im zweiten 1:3 hinten.
Heute hatte ich natürlich
viel mehr Chancen im ersten Satz. So viele Breakbälle und
dann habe ich im Tiebreak ja auch geführt. Es war sehr
ärgerlich. Anfangs zweiter Satz merkte ich, dass ich
negativ wurde. Ich sagte mir dann, dass ich einfach
weiterspielen muss und nicht mit mir selber hadern darf.
Bei einer Spielerin mit so viel Selbstvertrauen, kriegt
man nicht viele Chancen. Es ist dann ärgerlich, wenn man
die wenigen Chancen, die man bekommt, nicht nützt.
Wie beurteilst du das
Spiel von morgen?
Das wird auch sehr
schwierig. Ich finde, sie spielt super. Sie kam hierher,
hatte nichts zu verlieren, und jetzt steht sie plötzlich
im Halbfinale. Sie spielt auch total anders. Da muss ich
mehr gegen den Ball gehen. Jetzt sind alle Bälle mit Tempo
gekommen. Ich musste nur Drall geben und dagegen halten.
Morgen muss ich wirklich das Spiel von Anfang an selber
machen. Es wird sicher nicht einfach sein, mich darauf
einzustellen. Jetzt muss ich den Sieg noch ein bisschen
geniessen und mich dann mental bereits auf das total
andere Spiel einstellen.
Ziehst du das Spiel von
den jüngeren Spielerinnen vor?
Es ist beides sehr
schwierig. Wenn ich mich wohl fühle, spiele ich gerne
gegen Martinez. Man kommt in jedem Fall ins Spiel. Man
muss einfach geduldig sein und mental auf der Höhe sein.
Mich stört vor allem ihr Service mit ihrem Slice nach
aussen auf meine Rückhand. Dann bin ich immer schon sehr
weit aussen vom Platz.
Gestern war das Masters
für dich kein Thema. Wie sieht es heute aus?
Immer noch nicht. Ich
möchte morgen einfach spielen und gewinnen. Nach diesem
Turnier schaue ich dann weiter. Wenn es noch drin liegt,
würde mich das riesig freuen. Eigentlich habe ich es
abgehakt, aber ich lasse mich gerne überraschen.
Wie fandest du die
Unterstützung vom Publikum? Hattest du schon mal eine
solche Unterstützung? Es war ja enorm laut.
Ja, es war wirklich enorm
laut. Es ist grossartig, wenn die Leute so hinter mir
stehen, es geniessen und mitfiebern. Als ich am Schluss
die zwei unglaublichen Winner hatte, hörte ich mich nicht
einmal mehr selber atmen. Es war wirklich unglaublich laut.
Es war total schön. Auch im Ausland, in Charleston, hatte
ich unglaubliche Unterstützung und erlebte ein schöne
Woche. Das macht das Tennis aus. Das gibt enorme Energie,
auch einmal eine Niederlage wegzustecken. Das ist das, was
ich am Tennis liebe.
Hattest du das Gefühl,
dass Hantuchova im zweiten Satz müde wurde?
Es gab eine kurze Zeit, wo
sie nicht mehr so gut spielte und endlich mal einige
Fehler machte. Da blieb ich am Ball. Ich hatte dann auch
das Gefühl, dass sie einen längeren Match in den Beinen
hatte als ich. Sie spielte aber bis am Schluss sehr gut.
Im dritten Satz hatten wir die längsten Ballwechsel. Ich
war diejenige, die mehr laufen musste. Vielleicht
schlichen sich bei ihr zwei, drei Fehler wegen Müdigkeit
ein. Das weiss ich aber nicht so genau.
Der längste Ballwechsel
ging 27 Mal übers Netz.
Ah
ja? Das ist sicher sehr
lang für sie. Bei mir gibt es das öfters. |