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Patty
Schnyder beat Conchita Martinez 6-0 6-3
Es hat sehr locker und
leicht ausgesehen. War es auch so?
Das Resultat sieht schon
locker aus. Aber es braucht grosse Konzentration, um das
taktisch durchzuziehen. Wenn man ihr eine Chance gibt,
dann kommt sie ins Spiel.
Zu Beginn des zweiten
Satzes wurdest du gleich gebreakt. Was war das für ein
Moment?
Irgendwann musste ich ja
das erste Game verlieren. Ich hätte es zwar lieber etwas
später verloren. Aber es waren unglaubliche Ballwechsel.
Ich versuchte, sie nicht ins Spiel kommen zu lassen und
wenig anzugreifen. Sonst hätte sie mich ausgekontert. So
blieb ich im Spiel und konnte auf den richtigen Moment
warten.
Hast du versucht, die
Rollen umzukehren?
Ich wollte heute nicht ins
offene Messer laufen. Ich habe gesehen, wie sie
Powerspielerinnen ausgekontert hat. Das hat sie super
gemacht diese Woche. Es ist eigentlich nicht mein Spiel,
aber ich versuchte, ihr Aufgaben zu geben, damit auch sie
etwas machen muss. Ich habe mich trotz gestern sehr gut
gefühlt auf dem Platz und habe lange Ballwechsel
durchgehalten.
Ist jetzt der Akku
leer?
Nein. Für mich ist das
Turnier noch nicht vorbei. Henin und Davenport sind zwei
Spielerinnen, die ich endlich einmal schlagen will. Ich
hatte knappe Niederlagen und bin top motiviert. Ich möchte
den Vorteil, zu Hause zu spielen, voll nützen.
Geniesst du die Zeit,
weil du Erfolg hast? Oder hast du Erfolg, weil du die Zeit
hier geniesst?
Das ist wie das Huhn mit
dem Ei. Ich hatte in diesem Jahr viel Spass auf dem Platz.
Wir blieben positiv und haben alles richtig gemacht in
diesem Jahr. Es ist sehr schwierig sich durchzusetzen
während eines ganzen Jahres. Es ist jetzt wie das
Pünktchen auf dem i, dass ich jetzt hier im Final stehe.
Das ist einfach super.
Ist es auch ein Zeichen,
dass du körperlich sehr fit bist?
Gestern musste ich alle
Reserven mobilisieren. Heute hat es nicht so viel
gebraucht. Aber man muss schon sehen, dass nicht viel Zeit
war zwischen diesen zwei Matches. Mental brauchte ich sehr
viel Energie. Es ist nicht so, dass es ein freier Tag war
heute. Ich kann mich morgen voll konzentrieren und ich
freue mich, vor diesem Publikum zu spielen.
Wie sah deine
Erholungsphase aus?
Ich liess mich noch
massieren und liess mich dann im Auto nach Hause fahren.
Ich habe aber schlecht geschlafen.
Fühlst du dich als
Aussenseiterin im Final?
Ich denke nicht darüber
nach. Wir sind beide gut in Form. Es ist gut, wenn sich
die andere als Favoritin sieht, dann hat sie mehr Druck.
Ich will gewinnen, und es ist mir egal, wie mich die
anderen einschätzen.
Hast du das Gefühl,
dass du hier eine neue Rolle hast? Dass du jetzt so toll
unterstützt wirst?
Erstrunden-Matches sind
immer schwierig. Vor allem, wenn man sich selbst etwas
beweisen will. Ich spürte immer, dass das Publikum hinter
mir steht. Es ist super, dass wir jetzt diese Woche
zusammen haben erleben dürfen.
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