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Zurich 2002 - after win over Conchita Martinez
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Patty Schnyder beat Conchita Martinez 6-0 6-3

Es hat sehr locker und leicht ausgesehen. War es auch so?

Das Resultat sieht schon locker aus. Aber es braucht grosse Konzentration, um das taktisch durchzuziehen. Wenn man ihr eine Chance gibt, dann kommt sie ins Spiel.

Zu Beginn des zweiten Satzes wurdest du gleich gebreakt. Was war das für ein Moment?

Irgendwann musste ich ja das erste Game verlieren. Ich hätte es zwar lieber etwas später verloren. Aber es waren unglaubliche Ballwechsel. Ich versuchte, sie nicht ins Spiel kommen zu lassen und wenig anzugreifen. Sonst hätte sie mich ausgekontert. So blieb ich im Spiel und konnte auf den richtigen Moment warten.

Hast du versucht, die Rollen umzukehren?

Ich wollte heute nicht ins offene Messer laufen. Ich habe gesehen, wie sie Powerspielerinnen ausgekontert hat. Das hat sie super gemacht diese Woche. Es ist eigentlich nicht mein Spiel, aber ich versuchte, ihr Aufgaben zu geben, damit auch sie etwas machen muss. Ich habe mich trotz gestern sehr gut gefühlt auf dem Platz und habe lange Ballwechsel durchgehalten.

Ist jetzt der Akku leer?

Nein. Für mich ist das Turnier noch nicht vorbei. Henin und Davenport sind zwei Spielerinnen, die ich endlich einmal schlagen will. Ich hatte knappe Niederlagen und bin top motiviert. Ich möchte den Vorteil, zu Hause zu spielen, voll nützen.

Geniesst du die Zeit, weil du Erfolg hast? Oder hast du Erfolg, weil du die Zeit hier geniesst?

Das ist wie das Huhn mit dem Ei. Ich hatte in diesem Jahr viel Spass auf dem Platz. Wir blieben positiv und haben alles richtig gemacht in diesem Jahr. Es ist sehr schwierig sich durchzusetzen während eines ganzen Jahres. Es ist jetzt wie das Pünktchen auf dem i, dass ich jetzt hier im Final stehe. Das ist einfach super.

Ist es auch ein Zeichen, dass du körperlich sehr fit bist?

Gestern musste ich alle Reserven mobilisieren. Heute hat es nicht so viel gebraucht. Aber man muss schon sehen, dass nicht viel Zeit war zwischen diesen zwei Matches. Mental brauchte ich sehr viel Energie. Es ist nicht so, dass es ein freier Tag war heute. Ich kann mich morgen voll konzentrieren und ich freue mich, vor diesem Publikum zu spielen.

Wie sah deine Erholungsphase aus?

Ich liess mich noch massieren und liess mich dann im Auto nach Hause fahren. Ich habe aber schlecht geschlafen.

Fühlst du dich als Aussenseiterin im Final?

Ich denke nicht darüber nach. Wir sind beide gut in Form. Es ist gut, wenn sich die andere als Favoritin sieht, dann hat sie mehr Druck. Ich will gewinnen, und es ist mir egal, wie mich die anderen einschätzen.

Hast du das Gefühl, dass du hier eine neue Rolle hast? Dass du jetzt so toll unterstützt wirst?

Erstrunden-Matches sind immer schwierig. Vor allem, wenn man sich selbst etwas beweisen will. Ich spürte immer, dass das Publikum hinter mir steht. Es ist super, dass wir jetzt diese Woche zusammen haben erleben dürfen.


Singles
1R beat Denisa Chladkova 6-3 6-2
2R beat Elena Bovina 2-6 6-4 6-3
QF beat Daniela Hantuchova 6-7 6-3 7-6
SF beat Conchita Martinez 6-0 6-3
F beat Lindsay Davenport 6-7 7-6 6-3

Doubles with Svensson
1R lost Lee/Prakusya 4-6 6-4 4-6

Photos

Zurich 2002 gallery

Articles

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Interviews

15/10/2002 vs Chladkova

18/10/2002 vs Hantuchova



 
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